Preis im Dannerklassenwettbewerb "Transit"

für Sandra Vollbrecht, Katja Köditz und Katharina Steinkohl

Jury-Mitglieder:

Felix Lindner, Katja Schlegel und Kinga Zobel

1. PREIS: SANDRA VOLLBRECHT

Sandra Vollbrecht hat das Thema in Ihrer Arbeit „wenn ich einmal groß bin“ überzeugend umgesetzt.
In ihrer Arbeit steht der Blick des Kindes, auf dem Weg zum Erwachsenwerden im Fokus.
Eine übergroße Kinderperlenkette, in bunten Farben, auf eine einfache Kordel aufgefädelt, liegt auf dem Boden. Ein ästhetisch wunderschönes Objekt. Die Oberflächen bestechen durch unterschiedliche Strukturen, Glanz und Farben. Die Kette wurde mit Hilfe der 3D Druck-Technik hergestellt. Man möchte sie sich sofort umhängen, doch die Größe irritiert.
Wünsche und Träume aus Kinderaugen, scheinen allzu leicht erreichbar. Im Rückblick, also aus der Sicht des Erwachsenen, wirken diese Träume bisweilen übergroß, obwohl man schon längst den Kinderschuhen entwachsen ist.
Das Thema Transit, im Sinne von Etwas verlassen und noch nicht woanders angekommen sein, wird in dieser Arbeit in berührender Weise durch den souveränem Einsatz aktueller Technologien verbildlicht.

Sandra Vollbrecht | wenn ich einmal groß bin | 2019

2. PREIS: KATJA KÖDITZ

Die Ohrringe von Katja Köditz sind unverwechselbare Zeitzeugen, sie sind beeinflusst durch die moderne Welt in der wir leben.
Die Auseinandersetzung von Katja mit verschiedenen Kunstgenres, in diesem Fall die Beeinflussung durch Film und Multimedia haben zu ihrer Arbeit geführt und sind deutlich erkennbar.
Katja versteht Transit als einen Zustand des „in der Schwebebleibens“, als ein noch nicht greifbarer Moment und nimmt hier Bezug auf die Filmindustrie, wo mit Greenscreens und Trackingpoints Übergangssituationen geschaffen werden. Ihre Arbeit, die konsequenterweise grün ist und Trackingpoints hat, symbolisiert diese Übergangssituation.
Auch die Umsetzung mit eben keiner „perfekten“ Oberfläche und fast improvisierter Anmutung ist stringent. Die Ohrringe sind hervorragend tragbar und bestehen auch außerhalb des Kontextes.

Katja Köditz | I am in | 2019

2. PREIS: KATHARINA STEINKOHL

Katharina Steinkohl hat als Metapher den Stempel gewählt. Der Stempel als Objekt der Beurkundung und Bestätigung. Durch die Schnellebigkeit unserer Gesellschaft wird uns keine Zeit mehr zur Verfügung gestellt, wir werden von einer Entscheidung zur nächsten getrieben. Der Stempel gilt als knallharter Beweis, gehandelt zu haben. Hier setzt Katharina Steinkohl an und versucht sich mehr Zeit zu verschaffen, indem sie den Stempel am Stempeln hindert. In weißem Material erschafft sie ein Objekt in 3D Druck-Technik. Durch hauchdünne Streben gehalten, schwebt der Stempel auf dem Weg nach unten über der zu stempelnden Fläche, mit der Nachricht „UND DANN?“. Zusätzlich wird der Stempel seiner Funktionalität beraubt: der Schriftzug erscheint nicht spiegelverkehrt.
Das Stück ist feinsinnig und tiefgründig, Transit ist der Weg des Entscheidens.

Katharina Steinkohl | UND DANN? | 2019







Pop Up 2018

mit Frisches Design auf dem Christkindlesmarkt

Am dritten Advent bespielt die Klasse für Schmuck und Gerät mit allerhand Kreationen den Pop Up Stand von Frisches Design auf dem Christkindlemarkt.

14.12.- 16.12.2018
Täglich 10 bis 21 Uhr
Sternlasweg 115, Bude 115

Veranstalter:
Frisches Design
c/o Creativ Forum e.V.

http://www.frischesdesign.com

Christmaskette von Kyung Jin Kim, 2018